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Weniger Krankenstand, geringere Fluktuation, mehr Innovationskraft, bessere Kundenbewertungen: Was wäre, wenn ein einziger Hebel auf all diese Themen einzahlt – und sich messen lässt? Dieser Hebel ist die Art, wie in Ihrem Unternehmen geführt wird. Positive Leadership ist hierbei kein Schönwetter-Konzept, sondern ein wahrer Erfolgsfaktor für Unternehmen, die zukunftsfähig bleiben wollen. Das Entscheidende: Es entsteht eine Win-win-win-Situation – Mitarbeitende blühen auf, Führungskräfte gewinnen an Wirksamkeit – und das Unternehmen wird nachweislich erfolgreicher.
Viele Führungskräfte sagen uns: „Wir tun doch bereits genug.“ Genau hier lohnt der zweite Blick – denn wie wirksam Führung ist, lässt sich belegen. In konkreten Zahlen.
Positive Leadership basiert auf dem wissenschaftlich fundierten PERMA-Modell des Psychologen Prof. Dr. Martin Seligman und wurde von Dr. Markus Ebner für den Führungskontext weiterentwickelt. So entstand PERMA-Lead® – ein Führungsansatz, der fünf Schlüsselfaktoren beschreibt, die Menschen bei der Arbeit zum Aufblühen bringen:
Wichtig: PERMA-Lead® ist kein Wohlfühlprogramm. Es ist ein konkreter Führungsstil – und es macht greifbar, was Führungskräfte im Alltag tun können, um diese fünf Faktoren bei ihren Mitarbeitenden zu stärken. Entscheidend ist: Die Führungskraft sorgt durch ihr Verhalten aktiv für ein Arbeitsklima, das die Potenzialentfaltung der Mitarbeitenden fördert.
Und so beschreibt der Gründer des PERMA-Lead®-Modells Positive Leadership:
Video: www.youtube.com/watch?v=P5AUwAsXhes
Dr. Markus Ebner und sein Team haben PERMA-Lead® in umfangreichen Studien mit tausenden Führungskräften und Mitarbeitenden untersucht. Die Ergebnisse sind bemerkenswert konsistent:
Gesundheit
Mitarbeitende unter Führungskräften mit hoher PERMA-Lead ® -Ausprägung haben signifikant weniger Krankenstandstage. In Studien aus dem Gesundheitswesen sank die Burnout-Gefährdung von 2,1 (bei sehr niedrigem PERMA-Lead ® -Verhalten) auf 0,8 (bei hohem PERMA-Lead ® -Verhalten). Auch die Schlafqualität verbessert sich messbar: Der Wert für schlechten Schlaf halbiert sich nahezu, wenn Führungskräfte konsequent PERMA-Lead ® -Verhalten zeigen.
Fluktuation
Je stärker Führungskräfte PERMA-Lead ® -Verhalten zeigen, desto seltener denken Mitarbeitende daran, das Unternehmen zu verlassen – und das unabhängig vom Gehalt. Selbst bei gleichwertigen Jobangeboten anderer Arbeitgeber bleibt die Wechselbereitschaft deutlich niedriger.
Veränderungsbereitschaft
Mitarbeitende unter Führungskräften mit hoher PERMA-Lead ® -Ausprägung glauben mit einem Wert von 9,5 (auf einer 10er-Skala) daran, anstehende Veränderungen bewältigen zu können – gegenüber 7,3 bei sehr niedrigem Führungsverhalten. Ein erheblicher Unterschied, gerade in einer Zeit, in der Wandlungsfähigkeit zum zentralen Wettbewerbsfaktor wird.
Kreativität & Innovation
PERMA-Lead ® und Kreativität korrelieren stark positiv. Und Kreativität ist der Treibstoff von Innovation – ein entscheidender Faktor in einer Welt, die sich immer schneller verändert.
Kundenerfolg
Teams mit hohem PERMA-Erleben erzielen messbar höhere Kundenbewertungen und höhere durchschnittliche Einkaufsmengen. Positive Führung zahlt sich buchstäblich aus.
(Quelle: Ebner, M. (2019/2024). Positive Leadership. PERMA-Lead ®: die fünf Schlüssel zur High Performance. Facultas Verlag)
Ein Befund, der zu denken gibt
Studien zeigen, dass Führungskräfte ihr eigenes PERMA-Lead ® -Verhalten – vor allem bei Positive Emotions und Meaning – systematisch besser einschätzen, als Mitarbeitende und Kolleg*innen es wahrnehmen. Die Lücke zwischen Selbst- und Fremdbild ist real. Die gute Nachricht: Sie kann der Ausgangspunkt für Entwicklung sein.

Studien überzeugen. Doch wer Positive Leadership wirklich einführen will, stößt in der Praxis auf bekannte Hürden – das erleben wir in unseren Projekten immer wieder:
Nachhaltiger Kulturwandel entsteht nicht durch einen einzelnen Workshop. Er erfordert die Veränderung persönlicher Führungs- und Verhaltensmuster, die Reflexion bestehender Haltungen und die Stabilisierung neuer Routinen in der Teamarbeit. Das braucht Zeit – und eine durchdachte Struktur.
Genau deshalb setzen wir in unseren Projekten auf einen mehrstufigen Ansatz:
Haltungs- & Wertearbeit als Fundament: Impulse zur Weiterentwicklung der Führungskultur, die bei den Menschen ansetzen – nicht nur bei Methoden.
Messen, was sich verändert: Mit dem Instrument „Mein PERMA im Team“ machen Führungskräfte und ihre Teams den aktuellen Stand sichtbar – zu Beginn, in der Mitte und am Ende eines Projekts. So wird Entwicklung greifbar und nachvollziehbar.
Interne Multiplikatoren entwickeln: Statt ausschließlich auf externe Begleitung zu setzen, bilden wir im Rahmen eines „Positive Leadership Agent“-Programms interne Botschafter aus. Diese tragen den Ansatz von innen heraus weiter – und machen ihn langfristig unabhängig von externer Unterstützung tragfähig.
Transfer sicherstellen: Wissen, das im Workshop bleibt, verändert nichts. Deshalb gehören gezielte Transfer-Workshops und Supervisionen für Führungskräfte fest zur Projektstruktur – damit das Gelernte im Alltag wirklich ankommt.

In einem unserer aktuellen Projekte begleiten wir 18 Führungskräfte an drei Standorten seit rund einem Jahr bei der Einführung von Positive Leadership. Anlass waren unter anderem die Ergebnisse aktueller Mitarbeitenden- und Kund*innenbefragungen – ein klassischer Ausgangspunkt, der zeigt: Oft ist der Bedarf bereits sichtbar, bevor das passende Instrument gefunden ist.
Der Prozess beginnt mit einem gemeinsamen Kickoff, in dem Führungskräfte eine erste Selbsteinschätzung ihres PERMA-Erlebens vornehmen. Darauf aufbauend folgen Trainingseinheiten, Transferworkshops und Coaching-Angebote – begleitet durch uns in unterschiedlichen Rollen: als Prozessberater, Fachberater für PERMA-Lead®, Trainer und systemische Coaches. Den Abschluss bildet eine Retrospektive, die Gelerntes für eine mögliche Übertragung auf weitere Standorte sichert.
Die konkreten Ziele, auf die wir dabei hinarbeiten:
Was dabei immer wieder deutlich wird: Führungskräfte, die sich auf den Prozess einlassen, erleben nicht nur Veränderungen in ihren Teams – sie erleben auch eine andere Qualität in ihrer eigenen Arbeit.
Unsere klare Empfehlung aus der Praxis: Planen Sie ausreichend Zeit ein. Ein zu knapper Zeitrahmen führt erfahrungsgemäß zu Frustration, Widerstand und dem Rückfall in alte Muster. Ein realistischer Horizont von mindestens 12 Monaten schafft die Voraussetzung für nachhaltige Wirkung – und für einen kommunizierbaren Erfolg, der den Weg für die Skalierung auf weitere Bereiche ebnet.
Viele Unternehmen ahnen, dass Führungskultur ein Thema ist. Aber wie misst man sie? Und wie erkennt man, ob eine Maßnahme wirklich etwas bewegt hat?
Eine erste Antwort liefert der Blick auf die einzelne Führungskraft. Der PERMA-Lead® Profiler macht sichtbar, wie stark jemand die fünf PERMA-Faktoren im eigenen Führungsverhalten lebt – als Selbsteinschätzung und, wo gewünscht, im Abgleich mit der Wahrnehmung der Mitarbeitenden. Diese Gegenüberstellung von Selbst- und Fremdbild ist oft der eigentliche Aha-Moment: Sie zeigt nicht nur die Stärken, sondern auch die Stellen, an denen die eigene Wirkung anders ankommt als gedacht – und liefert damit einen konkreten, persönlichen Ausgangspunkt für Entwicklung.
Einen Perspektivwechsel bringt das 360-Grad-Feedback. Statt sich auf eine einzelne Sichtweise zu verlassen, bündelt es die Einschätzungen aus mehreren Richtungen – von Mitarbeitenden, Kolleg*innen und Vorgesetzten – zu einem runden Bild des tatsächlich erlebten Führungsverhaltens. Gerade weil Selbst- und Fremdbild häufig auseinanderklaffen, zeigt erst diese Außenperspektive, was im Arbeitsalltag wirklich ankommt. Was auf der Ebene einzelner Führungskräfte und Teams sichtbar wird, lässt sich auf Organisationsebene zu einem Gesamtbild verdichten.
Hier kommt die PERMA-Lead® Organisationskulturanalyse (OKA) ins Spiel. Sie bündelt die Ergebnisse mehrerer 360°-Feedbacks zu einem anonymisierten Gesamtbild der erlebten Führungskultur – differenziert nach Abteilungen, Führungsebenen und Perspektiven (Mitarbeitende, Kollegen, Vorgesetzte). So entsteht ein valides, statistisch belastbares Bild davon, was tatsächlich gelebt wird – im Vergleich zu dem, was gewünscht wird. Oft mit überraschenden, aber sehr aufschlussreichen Ergebnissen.
Die OKA ermöglicht es, Kulturrisiken frühzeitig zu erkennen, Entwicklungsprogramme gezielt zu steuern und deren Wirkung über Vorher-Nachher-Vergleiche nachzuweisen. Datenschutzkonform, ohne zusätzliche Erhebungen und mit aktuellem Branchenbenchmark.
Und sie schließt damit direkt an das an, was wir im ersten Blogbeitrag über resiliente Organisationen beschrieben haben: Wer Resilienz aufbauen will, muss wissen, wo er steht.
Sie müssen nicht sofort ein Jahresprojekt aufsetzen. Drei Schritte haben sich in unserer Praxis bewährt:
Der entscheidende Punkt: Irgendwann anfangen. Denn jeder Tag, an dem Führungspotenziale ungenutzt bleiben, ist ein Tag zu viel.
Wenn Sie tiefer in das Thema PERMA-Lead ® eintauchen möchten, empfehlen wir Ihnen das folgende Interview mit Dr. Markus Ebner:
www.youtube.com/watch?v=8iJH6PhFoxc
Alle zitierten Studienergebnisse stammen aus: Ebner, M. (2019/2024). Positive Leadership. PERMA-Lead: die fünf Schlüssel zur High Performance. Wien: Facultas Verlag. Verwendung mit freundlicher Genehmigung.